Familie: Plantaginaceae (Wegerichgewächse)

Vorkommen: Digitalis-Arten sind in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet. Sie wachsen bevorzugt auf Waldlichtungen, Waldrändern, Böschungen und nährstoffarmen Böden. Für pharmazeutische Zwecke wird insbesondere Digitalis lanata kultiviert.

Pharmazeutische Verwendung: Die Blätter enthalten herzwirksame Glykoside wie Digoxin und Digitoxin. Diese Wirkstoffe werden zur Behandlung bestimmter Herzinsuffizienzen und Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Sie erhöhen die Kontraktionskraft des Herzens und verbessern dadurch die Herzleistung.

Besonderheiten: Digitalis ist eine stark giftige Pflanze. Bereits geringe Mengen können zu Vergiftungserscheinungen führen. Aufgrund ihres Gehalts an Herzglykosiden besitzt sie jedoch eine große Bedeutung in der Arzneimittelherstellung. Charakteristisch sind ihre auffälligen glockenförmigen Blüten, die an einen Fingerhut erinnern.