Vorsicht, Fälschung!

Was ist an einer Fälschung so schlimm? Die wirkt doch genau wie das Original, sieht nur anders aus.

Eben nicht. Wenn sich eine Marken-Handtasche oder ein Designer-T-Shirt als gefälscht entpuppt, ist das zwar ärgerlich - eine Handtasche oder ein T-Shirt besitzt man dennoch. Das Geld ist also nicht vollständig aus dem Fenster geworfen worden. Bei Arzneimitteln funktioniert das nicht. Medikamente haben nur einen Nutzen: Krankheiten heilen oder lindern. Wenn ein Medikament diese einzige Anforderung nicht erfüllt, weil es gefälscht wurde, ist das Geld einfach verloren.

Arzneimittel sind keine Bonbons, die ruhig mal ein bisschen anders schmecken können als gewohnt. Eine Fälschung enthält oft zu wenig oder keinen Wirkstoff oder einen anderen Wirkstoff als angegeben. Über den Herstellungsprozess und die entsprechende Hygiene gibt es keine Informationen und über die Bestandteile keinerlei verlässlichen Nachweis.

Arzneimittelfälschungen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Aber nicht nur wirkstofffreie Arzneimittel können unvorhersehbare Reaktionen hervorrufen und Therapien gefährden. Auch zu wenig Wirkstoff kann beispielsweise bei Antibiotika dazu führen, dass die Erreger der Krankheit gegen das Medikament resistent werden, so dass eine spätere Therapie nur schlecht oder gar nicht wirksam wäre. Im schlimmsten Fall sind die Bestandteile der gefälschten Arzneimittel nicht nur falsch dosiert, sondern zusätzlich mit giftigen Substanzen wie Lösungsmitteln versetzt, die ihrerseits fatale Auswirkungen haben können.

Nur wenn Sie Ihre Arzneimittel in einer Apotheke besorgen, können Sie sicher sein, dass Sie ein "sauberes" Produkt gekauft haben.

- Mehr lesen:

wissen/arzneimitteldatenbank/arzneimittel/arzneimittelfaelschungen0.html

  aktuelles/aus-gesellschaft-und-politik/arzneimittelfaelschungen-aus-dem-ausland.htm

  aktuelles/aus-gesellschaft-und-politik/immer-mehr-gefaelschte-medikamente.html

  aktuelles/ihr-apotheker-informiert/20130912-zoll-findet-immer-mehr-gefaelschte-arzneimittel.html

 (Quelle:aponet.de)